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Trier. 11. November 2011. Der Lärm auf dem Schulhof der Grundschule Trier-Olewig war an diesem Mittwoch in der großen Pause noch etwas größer als gewöhnlich. Das lag vor allem an den Gästen, die die kleine Schule im Herzen des vom Weinbau geprägten Stadtteils begrüßen durfte: die Beschreibung „etwas größer als gewöhnlich“ trifft so nämlich auch auf TBB Head Coach Henrik Rödl (2,00 Meter), Regionalliga-Spieler Christian Hubor (MJC Trier, 2,01 Meter) und TBB Presse-Mitarbeiter Peter Bieg (1,95 Meter) zu, die sich um kurz vor 10 Uhr auf dem Schulhof einfanden.
Die „langen Kerls“ wurden ausführlich beäugt, von besonders selbstbewussten Schülern sogar begrüßt und mit Fragen konfrontiert. Ein vorwitziger und mutiger Schüler wollte dabei beispielsweise vom erst 24-jährigen PR-Mann mit staunendem Gesichtsausdruck wissen, ob er tatsächlich der Trainer der TBB sei, was dieser allerdings lachend verneinen musste. Kurz darauf wurde die Abordnung der TBB, die von Vorstand Sascha Beitzel und Dennis Nathem (PR TBB Junior Team) komplettiert wurde, von Schulleiterin Bernadette Wendling – natürlich anhand der enormen Körpergröße – identifiziert, herzlich empfangen und in die helle Schulturnhalle geführt wurde.
Dort begann wenige Minuten später das von der TBB Trier und der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) Trier initiierte Grundschulprojekt mit einer von den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Olewig einstudierten Basketball-Choreographie, die die Veranstaltung einleitete. In zwei langen Reihen, ausgerüstet mit zahllosen Basketbällen und eingerahmt von Cheerleadern mit Puscheln in den Farben der TBB marschierten die Kinder zu stimmungsvoller Musik in die Sporthalle und beeindruckten ihre Besucher damit gleich zu Beginn.
Auch ein selbstgebasteltes TBB-Plakat der Grundschüler sorgte dafür, dass der Empfang kaum warmherziger hätte ausfallen können. Bevor Christian Hubor dann seine erste Nagelprobe als Grundschultrainer bestehen musste, wurde die Sportstunde der etwas anderen Art mit Grußworten von Herrn Bernhard Herbrand (ADD-Referent für Schulaufsicht, Schulberatung und Schulentwicklung in Grundschulen), Herrn Theo Lamberts (Leiter ADD-Schulsportreferat) und TBB Vorstand Sascha Beitzel eröffnet. Während sich die Vertreter der ADD hocherfreut über die gelungene Kooperation mit dem Profiklub zeigten und Theo Lamberts die Olewiger Grundschule mit einem nagelneuen Ballpaket beschenkte, wünschte Beitzel „allen Kindern ganz viel Spaß beim Basketball“ und fügte augenzwinkernd hinzu „vielleicht sehen wir einen oder eine von euch ja dann eines Tages mal mit der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen.“
Kurz darauf fiel dann der Startschuss für die 19 Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse, die in die erste Übungseinheit mit ihrem neuem „Basketball-Lehrer“ Christian Hubor starten durften. Der 21-jährige ist dabei einer von vielen Übungsleitern, die in einer speziellen Fortbildung mit TBB Co-Trainer Thomas Päch auf die Arbeit mit den Grundschulkindern vorbereitet wurden. In den Wochen bis Weihnachten wird er so einmal pro Woche an der Olewiger Grundschule zu Gast sein, um je eine Sportstunde der Klassenstufe 3 und 4 basketballerisch zu gestalten. Die Grundschule Olewig ist dabei nur eine von insgesamt 17 Grundschulen aus dem Trierer Raum, die am Gemeinschaftsprojekt von TBB und ADD teilnehmen, was als beachtlicher Erfolg und als Zeichen für das große Interesse in der Region verbucht werden muss.
Der 21-jährige Regionalligaspieler, der selbst bereits Bundesligaluft schnuppern durfte, hatte keine Mühe damit, die 9 bis 10 Jahre alten Kinder zu unterhalten und fing bei den basketballerischen Basics, den Grundlagen des Spiels an. Mit Übungen, bei denen die Linien des Spielfeldes entlang mit dem Ball gedribbelt werden sollte oder einem Fangspiel hatten die Grundschülerinnen und Grundschüler Gelegenheit, sich mit dem orangen Ball anzufreunden, Auge und Gefühl für den Basketball zu schulen. Immer wieder unterbrach der Student das Geschehen, gab Tipps und Anregungen, die seine sehr disziplinierten und aufmerksam zuhörenden Schützlinge sehr ernstnahmen und umzusetzen versuchten. Ein lautes und kollektives „Yeah“ ging dann durch die Halle, als die jungen Basketballer zum Abschluss die ersten Korbwürfe üben durften. Zahlreiche Treffer ließen nicht lange auf sich warten, so dass Übungsleiter Hubor als Finale der ersten Schulstunde ein Wettspiel zwischen zwei Gruppen initiierte, bei dem es darum ging, welche Gruppe zuerst würde fünf Treffer erzielen können. Es entwickelte sich ein spannendes Rennen, in dem sich die Kinder gegenseitig nach jedem Korberfolg in voller Lautstärke anfeuerten und die siegreiche Gruppe konnte sich nur hauchdünn – mit einem Treffer Vorsprung - durchsetzen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit den Grundschülern zu arbeiten“, freute sich Hubor nach seiner gelungenen Premiere in der kurzen Pause vor Beginn seiner zweiten Sportstunde in Olewig. „Die Kinder ziehen sehr gut mit, sind diszipliniert, aber dennoch mit sehr viel Spaß bei der Sache. Ich denke wir werden in den kommenden Wochen viel Freude miteinander haben und hoffe, dass ich einiges vermitteln kann.“
Sportlehrerin Kathrin Eisenbarth, die die vierte Klasse regulär im Sportunterricht betreut, stand Hubor bei einigen Übungen zur Seite und zeigte sich im Gespräch sehr angetan von der Kooperation mit den Trierer Profibasketballern: „Ich finde es sehr gut, dass unsere Schule an diesem Projekt teilnimmt und kann gut verstehen, wieso auch 16 weitere Schulen mit von der Partie sind. Die Kinder haben sich riesig auf den Besuch der Basketballer gefreut und waren schon den ganzen Tag aufgeregt. Da wir an unserer kleinen Schule nur weibliches Lehrpersonal haben, ist es umso schöner, dass unsere Kinder jetzt auch mal mit einer männlichen Lehrkraft Kontakt haben.“ Außerdem betont die junge Pädagogin die Wichtigkeit von Sport im Kindesalter und entsprechende Fördermaßnahmen: „Man merkt, dass die sportlichen Talente in meiner Klasse sehr unterschiedlich verteilt sind. Auffällig ist, dass Schülerinnen und Schüler, die sportlich sind, auch in anderen Fächern ein größeres motorisches Geschick an den Tag legen. Deshalb sollten alle unbedingt gefördert werden.“ Ihre Schützlinge werden in den kommenden Woche ausreichend Gelegenheit erhalten, vorhandene Fähigkeiten auszubauen und weitere Fähigkeiten zu entwickeln, wenn die nächsten Übungseinheiten beim Baskebtall-Grundschulprojekt von TBB Trier und der ADD Trier auf dem Programm stehen.
„Es ist schön zu sehen, wie gut unser Angebot angenommen wird“, resümierte TBB Vorstand Sascha Beitzel seine Eindrücke vom Auftakt in der Grundschule Olewig, „wir als TBB Trier wollen soziale Verantwortung übernehmen, wissen, dass Spitzensport eine möglichst breite Basis braucht und haben uns Schul- und Nachwuchsarbeit eben nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern setzen diese auch konsequent um. Wir sind davon überzeugt, dass unser Grundschulprojekt mit der ADD hierbei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist und diese erste Schulstunde hat gezeigt, wie einfach es im Grunde ist, auf Basis sportlicher Grundlagen Gesundheit, Spaß und soziales Miteinander zu fördern.“
Das Grundschulprojekt von der TBB Trier und der ADD wird in den Wochen bis Weihnachten in insgesamt 17 Trierer Grundschulen „Basketball“ zu einem ganz wichtigen Bestandteil des Stundenplans machen. Eigens fortgebildete Trainer werden mit den Schülerinnen und Schülern an den Grundlagen des Spiels arbeiten, stehen den Lehrerinnen und Lehrern ebenso wie den Kindern für Fragen zur Verfügung und stellen so für viele von ihnen auf spielerische Basis einen „Erstkontakt“ mit der wohl schönsten Sportart der Welt her.
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