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SportMeetsCharity ist das größte Netzwerk zur Vorstellung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement im Sport. Wir stellen die Menschen dahinter und ihr soziales Engagement vor.
Diesmal: Christian Danner
An der Rennstrecke und bei Ihrer Arbeit zeigen Sie großen Ehrgeiz. Hat Sie das geprägt und wenn ja in welcher Form?
Die Welt des Sports hat mich natürlich geprägt, weil ohne diesen Ehrgeiz und ohne diesen Spaß am Wettbewerb wäre ich überhaupt nicht dahin gekommen, wo ich heute bin. Das Schöne an der Geschichte ist, dass man die Erfahrungen, die man in der geschlossenen Gesellschaft des Motorsports erlebt, dass man die Dinge, die man dort lernt und die Herausforderungen, denen man sich da stellt auch in das normale Privatleben herüber nehmen darf. Das ist eigentlich das - muss ich ganz ehrlich sagen – auf was es mir letztendlich am meisten ankommt!
Welche Werte wurden Ihnen in Ihrer Kindheit vermittelt und welche Werte sehen Sie aus heutiger Sicht als bedeutungsvoll für das gesellschaftliche Miteinander an?
Ich würde mal so sagen: Die Wertevermittlung, die mir widerfahren ist war letztendlich die des humanistischen Gymnasiums. Ich habe Latein und Griechisch in der Schule gehabt, es war ja noch so eine richtig alte Penne, da war es ja noch so wie früher. Ich würde da nicht in die Kindheit zurückgehen, sondern eher auf den Zeitraum in meiner Jugend wo man schon etwas aufnahmebereiter ist. Und da gibt es eigentlich nur einen Begriff, den ich mir auf meine Fahne heften kann und das ist der Begriff - Toleranz. Und zwar – und das ist mir sehr wichtig: Toleranz in zwei Richtungen! Von mir gegenüber Anderen und umgekehrt! Wenn man dies im Lebensaltag aktiv lebt und sich diesen Grundsatz vor Augen führt, dann geht man viel entspannter miteinander um. Aber wenn man mal Toleranz einfordert, wird es meistens recht schwierig. Aber das ist das, was ich schon recht verinnerlicht habe!
Wie würden Sie sagen gehen die Menschen heutzutage miteinander um?
Die Menschen heutzutage gehen erstmal doch relativ grob miteinander um, weil die Umgangsformen - sprich die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Menschen, sich gerade bei der heutigen Jugend – anonymisiert haben. Das heißt, man schickt sich lieber eine Twitter oder man schickt sich auf Facebook ein Foto oder man schickt sich schnell mal eine Email oder eine SMS, ohne dem Anderen dabei in die Augen zu schauen und sich dabei auch zu überlegen wem sag ich das jetzt eigentlich. Und durch diese Kommunikationsformen ist diese Anonymität entstanden. Und durch diese Anonymität ist der Umgang etwas weniger feinfühlig als er sein könnte!
Engagement ist für Sie kein Fremdwort. Welche Themen und Projekte liegen Ihnen am Herzen?
Ich bin in meinem privaten Umfeld so eingespannt mit Engagement. Da bin ich in vielen Bereichen gut eingedeckt, ohne dass ich da ins Detail gehen möchte. Unter anderem unterstütze ich aus privaten Gründen denVerein Leberfleck.
Warum setzen Sie sich gerade für dieses Projekt ein?
Ich denke, es ist mehr als selbstverständlich, sich heutzutage auch für für das Thema Organspende einzusetzen. Das sind aber alles Sachen, die natürlich aufgrund der persönlichen Erfahrungen entstanden sind.
Was denken Sie, können Sie durch Ihr Engagement bewegen?
Wenn ich in meinem beruflichen Dasein und in meinem beruflichen Leben eines gelernt habe: Es geht alles! Jedes Engagement, wenn man das gut macht, wird zwangsläufig zu einem Ergebnis führen. Da bin hoffnungslos optimistisch und grenzenlos davon überzeugt, dass ich das alles hinbekomme. Was aber wohl auch etwas an meinem Geburtstag liegt – an meinem Sternzeichen Widder!
Welches war Ihr emotionalstes Erlebnis, das Sie durch Ihr privates Engagement erfahren durften?
Es gibt viele Erlebnisse, die mich in diesem Bereich geprägt haben. Eines hervorzuheben würde mich schwer fallen!
In der Welt des Sports erlebt man viele Höhen und Tiefen. Was war für Sie das sportlichstes Highlight?
Ich habe Gott sei Dank das große Glück gehabt, dass ich mich in meiner langen Motorsportkarriere nicht auf ein einziges Highlight beschränken musste. Sondern ich konnte mich an verschiedene Dinge als Highlight erinnern. Z. B. ein Highlight ist, ein Rennauto in die Startaufstellung zu fahren. Einfach großartig, weil du dann weißt, du bist jetzt der Grund, warum 150.000 Leute da sind, jetzt geht der Wettbewerb endlich los. Das ist so ein Highlight und es hat sich Gott sei Dank oft genug in meinem Leben wiederholt.
Was war bislang Ihr bitterster Moment im Sport?
Ich komme ja aus einer Generation, wo ich viele meiner Kollegen verloren habe. Das heißt, dass der Motorsport, so wie er heute betrieben wird, ein Sport ist, wo schwere Unfälle nicht mehr so oft vorkommen. Ich habe doch in Tagen meiner größten sportlichen Erfolge viele Freunde im Sport verloren und das war – ohne auf einen Einzelnen einzugehen, weil es leider doch mehrere waren – immer dasselbe fürchterliche Gefühl – wie ein Tiefschlag oder wie auch immer man das nennen mag.
Gibt es einen Spruch, der für Ihr Lebensmotto steht und den Sie gerne den Menschen als Vorbild mitgeben möchten?
Es sind zwei Dinge, die ich im Interview bereits schon erwähnt habe. Das eine ist Toleranz, das andere Optimismus! Und wenn man das richtig mischt, dann geht es ganz gut weiter, dann kommt man schon ganz gut durch!
Vielen Dank für das Gespräch!
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