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Leipzig. 15. Dezember 2011. Bevor es für die Leipziger Basketballer in die Weihnachtspause geht, wird ihnen am Samstag ab 19 Uhr in Rhöndorf noch einmal alles abverlangt. Die Dragons stehen in der Tabelle zwar einen Platz hinter den Uni-Riesen, nahmen jedoch in den letzten Wochen kräftig Fahrt auf. Erst dominierten sie Nördlingen (103:83), um dann als erste Mannschaft der Liga in Gotha zu gewinnen (75:79).
Geschenke verteilen dürfen die Uni-Riesen (10-3) am Samstag also auf keinen Fall, wenn sie den Abstand zum fünftplatzierten Rhöndorf (8-5) nicht schmelzen lassen wollen. Einzig vor dem Spiel zeigten sich die Leipziger spendabel: Am Mittwoch hängten Kai-Uwe Kranz und die anderen Spieler bei „Optic by Morrison“ Freikarten an einen Weihnachtsbaum, an den Leipziger Kinder aus verschiedenen sozialen Einrichtungen ihre Wunschzettel gehängt hatten. Danach ging es mit den Fans der LE Greens auf den Leipziger Weihnachtsmarkt.
Ab Montag beginnt für die Uni-Riesen dann der Weihnachtsurlaub. Vorher müssen sie sich aber noch ProA-Absteiger Rhöndorf stellen. Keine leichte Aufgabe ohne die weiterhin verletzten Kevin Schweiger und André Spalke. Ein Magen-Darm-Infekt fesselte auch Richard Fröhlich ans Krankenbett. „Ich werde am Samstag aber selbstverständlich wieder fit sein“, gab der Centerspieler Entwarnung.
Vor allem unter dem Korb sollten die Uni-Riesen ihre Trümpfe ausspielen, wollen sie wie im Hinspiel (74:67) gegen die Drachen siegen. Zuletzt behielt Leipzig drei Mal in Folge die Oberhand, unter anderem beim überzeugenden 100:70 zuhause gegen Weißenhorn. Doch auch Rhöndorf gewann drei Mal in Folge und strotzt vor Selbstbewusstsein: „Wir wissen nun, dass wir in der Lage sind, jedes Team der Liga zu schlagen“, sagte Headcoach Eric Detlev nach dem Erfolg in Gotha. Leipzigs Trainer Polychroniadis weiß um das Kaliber des Gegners: „Sie haben sich nun besser eingespielt und einige verletzte Spieler wieder an Bord.“ Mit Rhöndorfs Topscorer Stuart Turnbull (18 PpS) durften die Uni-Riesen im Hinspiel bereits Bekanntschaft machen. Während der Kanadier damals mit 21 Punkten überzeugte, stieß der lange verletzte US-Forward Earnest Jones nach seinem Bänderriss im Daumen erst am 5. Spieltag zur Mannschaft. Gerade auf den Flügelpositionen ist der Kader von Trainer Eric Detlev damit stark besetzt. Neben Jones kann er auf Florian Koch und Tim Kasper zurückgreifen.
Dass es bei den Nordrhein-Westfalen in den letzten Spielen so rund läuft, kommt nicht von ungefähr. Noch in der vergangenen Spielzeit gingen sie in der ProA auf Korbjagd. Die Mannschaft blickt auf eine erfolgreiche Basketballtradition zurück: In den 90er Jahren spielte Rhöndorf lange in der 1. Bundesliga. Heute ist das Team Kooperationspartner der Telekom Baskets Bonn aus der Beko BBL.
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